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Status quo der Goldnachfrage und des Goldangebots

Status quo der Goldnachfrage und des Goldangebots

„Greed and fear are powerful, greed is powerful, fear is more powerful, but there’s one thing more powerful than both and that’s need.“

Jeffrey Gundlach

  • 2025 kauften die Zentralbanken 863 t Gold – im Wert von rekordverdächtigen 95,2 Mrd. USD. 95 % der Zentralbanken erwarten lt. Central Bank Gold Reserves Survey 2025 eine weitere Zunahme.
  • Gold ist kein passives Reserveasset mehr, denn die Zentralbanken behandeln Gold zunehmend als aktives Bilanzinstrument. Das ist eine Form der „stillen Remonetarisierung“.
  • Die Investitionsnachfrage stieg 2025 im Vorjahresvergleich um 84 % auf 2.175 t, angetrieben von Rekordzuflüssen in ETFs von 89 Mrd. USD (800 t) und einer Nachfrage nach physischen Barren und Münzen von 1.374 t.
  • Asien gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Zuflüsse in asiatische Gold-ETFs von 25 Mrd. USD im Jahr 2025 überstiegen die kumulierte Summe seit Auflage des ersten asiatischen Gold-ETFs im Jahr 2007. In Q1/2026 verzeichneten asiatische ETFs ihr stärkstes Quartal seit Beginn der Aufzeichnungen.
  • Das gesamte Goldangebot lag 2025 bei 5.002 t. Die Minenproduktion erzielte mit 3.672 t einen neuen Rekordwert. Bemerkenswert ist die verhaltene Reaktion des Recyclings auf die Rekordpreise, was darauf hindeutet, dass die Besitzer die Erwartungen einer weiteren Geldentwertung verinnerlicht haben.

Wir wenden uns nun den wichtigsten Entwicklungen bei Angebot und Nachfrage von Gold zu und konzentrieren uns dabei auf Zentralbanken und private Investoren. Für weitere Einblicke empfehlen wir die „Gold Demand Trends“ des World Gold Council (WGC).

 

Goldnachfrage der Zentralbanken

Die Zentralbanken sind trotz sinkender Goldkäufe weiterhin der strukturelle Anker der Goldnachfrage. In drei aufeinanderfolgenden Jahren, von 2022 bis 2024, lagen die Käufe des öffentlichen Sektors bei über 1.000 t, was einen entscheidenden Bruch mit der Situation vor 2022 darstellt. Was als allmählicher Diversifizierungstrend begann, hat sich zu einer strategischen Neupositionierung der Währungsreserven als Reaktion auf eine geopolitisch aufgeladene Währungsordnung entwickelt. 2025 kauften die Zentralbanken „nur“ 863 t Gold. Das ist erheblich mehr als 2010–2021, als es durchschnittlich 473 t pro Jahr waren. Gemessen am Geldwert beliefen sich die Zentralbankkäufe auf insgesamt 95,2 Mrd. USD, womit ein neues Allzeithoch erzielt wurde.

Durchschnittliche jährliche weltweite Goldkäufe der Zentralbanken, in Tonnen, 2010–2025

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Quelle: World Gold Council, Incrementum AG

Relativ gesehen beliefen sich die offiziellen Ankäufe im Jahr 2025 auf etwas weniger als ein Viertel der geförderten Goldmenge, nachdem die Nachfrage der Zentralbanken drei Jahre lang fast ein Drittel der jährlichen Goldminenproduktion ausgemacht hatte. Trotz dieser Abschwächung gehörte das vergangene Jahr immer noch zu den besten in der jüngeren Geschichte.

Weltweite Goldkäufe der Zentralbanken, in % der Minenproduktion, 1950–2025

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Quelle: ICE Benchmark Administration, Metals Focus, Refinitiv GFMS, World Gold Council, Incrementum AG

Der strategische Trend blieb daher unverkennbar: Gold gewinnt aufgrund seiner politischen Neutralität und des Fehlens eines Gegenparteirisikos als Reservewährung weiter an Bedeutung. Der Anteil von Gold an den weltweiten Devisenreserven ist weiter gestiegen und nähert sich allmählich wieder den Werten an, die zuletzt Anfang der 1990erJahre verzeichnet wurden.

Globale Goldreserven, als Anteil der globalen Gesamtreserven, Q1/2000–Q4/2025

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Quelle: World Gold Council, Incrementum AG

Eine der interessantesten Entwicklungen war die unterschiedliche Herangehensweise der Schwellenländer und der Industrieländer an ihre Goldreserven. Die Zentralbanken der Schwellenländer haben ihre Goldbestände im Rahmen umfassenderer Bemühungen, ihre Reserven weg von traditionellen Reservewährungen zu diversifizieren und die finanzielle Widerstandsfähigkeit zu stärken, deutlich erhöht. Im Gegensatz dazu stagnieren die Goldreserven der Industrieländer weitgehend, was darauf zurückzuführen ist, dass viele Industrieländer den Großteil ihrer Goldreserven bereits vor Jahrzehnten aufgebaut haben.

Goldreserven, in Tonnen, Q1/2000–Q4/2025

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Quelle: World Gold Council, Incrementum AG

Offensichtlich haben die Zentralbanken aber noch nicht genug Gold gekauft. Laut Central Bank Gold Reserves Survey 2025 erwarten rekordverdächtige 95 % der Zentralbanken, dass die weltweiten Goldreserven in den nächsten 12 Monaten steigen werden. Bemerkenswert ist, dass 2025 das erste Jahr in der Geschichte der Umfrage war, in dem kein einziger Befragter mit einem Rückgang der Goldreserven rechnete – eine Einstimmigkeit, die Bände spricht.

Die Motive sind einheitlich und aufschlussreich: die Wertentwicklung von Gold in Krisenzeiten, seine Rolle als Wertspeicher und seine Funktion als Diversifikationsinstrument in einer Welt, in der das Vertrauen in Fiat-Vermögenswerte zunehmend an Bedingungen geknüpft ist.

Die bedeutendsten Käufer unter den Zentralbanken im Jahr 2025 stammten überwiegend aus Schwellenländern.

Top 10 Käufer und Top 5 Verkäufer von Goldreserven, in Tonnen, 2025

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Quelle: World Gold Council, Incrementum AG

*State Oil Fund of the Republic of Azerbaijan

Doch erneut erwies sich eine Zentralbank aus einem Industrieland als auffälliger Ausreißer. Zum zweiten Mal in Folge stach Polen als aktivster Käufer hervor. Die polnische Zentralbank stockte ihre Bestände 2025 um 102 t auf und setzte damit ihre mehrjährige Strategie zur Stärkung ihrer Goldposition fort. Bemerkenswert ist, dass Polen Pläne zum Kauf weiterer 150 t angekündigt hat, wodurch sich die Goldreserven auf etwa 700 t erhöhen würden, was das Land unter die zehn größten Goldbesitzer weltweit bringen würde. Dieser vor kurzem erfolgte Kurswechsel der polnischen Zentralbank lässt sich auf einen bestimmten Moment zurückführen: den russischen Einmarsch in der Ukraine.

Laut Adam Glapinski, dem Präsidenten der Polnischen Nationalbank (NBP),

we [the NBP] will keep buying gold until we reach 700 tons, because that’s where we are on the political map…. A country that borders a war zone is subject to special scrutiny. Investors and international institutions assessing our credibility take our reserves into account.

Auf der anderen Seite fand sich Russland 2025 auf der Seite der Verkäufer wieder. Diese Entwicklung ist bedeutend, da die russische Zentralbank zwischen 2006 und 2021 einer der beständigsten Goldkäufer war. Die vor kurzem durchgeführten Verkäufe spiegeln wahrscheinlich die Notwendigkeit wider, die laufenden Kriegsanstrengungen zu finanzieren, was es Russland effektiv ermöglicht, die Hausse zu monetarisieren.

Die Bedeutung von Gold für die Bilanzen der Zentralbanken wurde durch die Erfahrungen der Bundesbank im Jahr 2025 deutlich. Die negative Zinsmarge zwischen den niedrig verzinsten Anleihebeständen aus den geldpolitischen Ankaufprogrammen APP und PEPP und den höher verzinsten Geschäftsbanken-Einlagen – ein Erbe der Zinswende von 2022/23 – belastete die Gewinn- und Verlustrechnung mit einem Jahresfehlbetrag von 8,6 Mrd. EUR. Zusammen mit dem Verlustvortrag aus 2024 summiert sich der Bilanzverlust der Bundesbank auf stattliche 27,8 Mrd. EUR.

Doch der Blick auf die Passivseite zeigt ein gänzlich anderes Bild: Der Anstieg des Goldpreises – verbucht im „Ausgleichsposten aus Neubewertung“ – hat den Wert der deutschen Goldreserven dramatisch erhöht. Die Neubewertungsreserve für Gold sprang allein 2025 um 125 Mrd. EUR auf einen historischen Höchstwert von 387 Mrd. EUR. Damit ist die Bewertungsreserve heute fast 19-mal so hoch wie zu Beginn der Währungsunion 1999. Auf der Aktivseite kletterte die Goldposition entsprechend auf einen neuen Rekordwert von 395 Mrd. EUR – und glich den geldpolitisch bedingten Rückgang der Bilanzsumme nahezu vollständig aus.

Das Ergebnis ist eine Bilanz-Akrobatik der besonderen Art: Trotz des Bilanzverlustes von 27,8 Mrd. EUR stieg das Nettoeigenkapital der Bundesbank um 112 Mrd. EUR auf 363 Mrd. EUR – und damit auf einen neuen Höchststand. Übersetzt heißt das: Was die Bundesbank an ihren Anleihebeständen verliert, gewinnt sie um ein Vielfaches an ihren 3.350 Tonnen Gold zurück. Mit ihnen ist sie, in den Worten von Bundesbank-Präsident Joachim Nagel, „finanziell solide aufgestellt“. Eine bemerkenswerte Ironie der Geschichte: Die offiziell unangetastete „Reserve für den schlimmsten Tag“ hat sich klammheimlich in die tragende Säule der gesamten Bundesbank-Bilanz verwandelt.

In Italien hat der politische Druck zugenommen, eine stärkere staatliche Kontrolle über die Goldreserven der Zentralbank durchzusetzen und diese ausdrücklich als Teil des für öffentliche Zwecke verfügbaren nationalen Vermögens zu definieren. Zweifellos zeigt diese Debatte, dass Gold neu bewertet wird – von einer unantastbaren Reserve zu einer, wenn auch nur vorübergehend, nutzbaren Finanzierungsquelle.

Polen liefert offensichtlich ein noch deutlicheres Beispiel für den sich vollziehenden Paradigmenwechsel. Die Polnische Nationalbank, seit 2024 der größte Käufer unter den Zentralbanken, hat ihre Bereitschaft signalisiert, ihre Goldbestände aktiv zu verwalten. Gouverneur Adam Glapinski brachte vor kurzem die Idee ins Spiel, durch Goldtransaktionen bis zu 13 Mrd. USD zur Finanzierung von Verteidigungsausgaben zu generieren, wobei möglicherweise Gold verkauft wird, um es später wieder zurückzukaufen. Auch wenn die Details noch unklar sind, ist die Botschaft unmissverständlich: Gold wird zunehmend als Bilanzinstrument betrachtet, das in Zeiten finanzieller Engpässe genutzt werden kann.

Dies markiert einen wichtigen Wandel in den Arbeitsabläufen und der Mentalität der Zentralbanken. Neben der Betrachtung von Gold als strategische Reserve beginnen sie, Gold als mögliche Quelle für Liquidität und fiskalische Flexibilität anzuerkennen. In diesem Sinne wird Gold heimlich, still und leise remonetarisiert, da es als Reservewert ohne die mit herkömmlichen Anleiheemissionen verbundenen politischen und marktbezogenen Konsequenzen aktiviert werden kann.

Werfen wir nun einen Blick auf die Entwicklungen seit Jahresbeginn: Auffallend ist, dass Polen erneut die Käuferseite anführt und allein im Jänner und Februar etwa 20 t zugekauft hat. Usbekistan hat seine Aufstockungsserie auf fünf Monate in Folge ausgeweitet, womit sich die Käufe seit Jahresbeginn auf 16 t belaufen. China setzt seinen stetigen und methodischen Ansatz fort, fügte weitere 2 t hinzu und verzeichnete damit den 16. Monat in Folge mit Käufen. Unterdessen hat die Tschechische Nationalbank still und leise eines der weltweit beständigsten Aufstockungsprogramme aufgebaut.

Auf der Verkäuferseite hat Russland rund 15 t liquidiert, während sich die Türkei als der aktivste taktische Akteur herausgestellt hat. Nach dem Verkauf von 8 t im Februar hat die türkische Zentralbank ihre Aktivitäten im März deutlich verstärkt; Schätzungen zufolge wurden rund 50 t für Liquiditätsbereitstellung und Devisengeschäfte mobilisiert. Wichtig ist, dass türkische Vertreter betonten, dass ein erheblicher Teil dieser Transaktionen aus Gold-Währungs-Swaps besteht, was darauf hindeutet, dass ein Großteil des Goldes letztendlich in die Reserven zurückfließen könnte.

 

Überzeugungskäufer vs. opportunistische Käufer

Um die sich wandelnde Dynamik der Goldnachfrage besser zu verstehen, ist es sinnvoll, zwischen Überzeugungskäufern und opportunistischen Käufern zu unterscheiden.

Da ihr Kaufverhalten weitgehend unempfindlich gegenüber Preisschwankungen ist, lassen sich Überzeugungskäufer stattdessen von strategischen Überlegungen wie Inflationsabsicherung, Währungsentwertung und Absicherung gegen systemische Risiken leiten. Wenn diese Akteure in den Markt eintreten, nehmen sie das Angebot in der Regel relativ unelastisch auf und bestimmen so die Richtung des Goldpreises.

Opportunistische Käufer hingegen sind sehr preissensibel, da sie ihre Käufe bei Kurskorrekturen tendenziell erhöhen und sich bei Kursanstiegen zurückziehen. Wichtig ist jedoch, dass sie selten verkaufen. Kurz gesagt, ihr Verhalten führt einen Stabilisierungsmechanismus in den Markt ein, der in Abschwungphasen eine Untergrenze bildet und in Zeiten starker Kursanstiege auf natürliche Weise übermäßige Aufwärtsbewegungen begrenzt.

 

Investitionsnachfrage nach Gold

Während die Zentralbanken die strukturelle Grundlage der Goldnachfrage bilden, bestimmen private Anleger die marginale Preisdynamik. Dies zeigte sich besonders deutlich im Jahr 2025, als die Investitionsnachfrage auf 2.175 t anstieg – ein Plus von rund 84 % gegenüber dem Vorjahr –, angetrieben durch Rekordzuflüsse in ETFs und robuste physische Käufe.

Globale Goldnachfrage nach Sektoren, in Tonnen, Q1/2022–Q1/2026

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Quelle: World Gold Council, Incrementum AG

Dieser Aufschwung spiegelte ein starkes Zusammenspiel makroökonomischer Kräfte wider: anhaltende Inflation, geopolitische Fragmentierung, wachsende Sorgen um die Tragfähigkeit der Staatsverschuldung und zunehmende Zweifel an der Widerstandsfähigkeit des internationalen Währungssystems. Gleichzeitig senkten sinkende Realrenditen und ein schwächerer US-Dollar die Opportunitätskosten für das Halten von Gold, während die starke Preisdynamik selbst zusätzliche Zuflüsse anzog.

Strukturell bleibt die Investitionsnachfrage gespalten. Obwohl Asien weiterhin den physischen Goldmarkt dominiert, bleiben die westlichen Finanzmärkte, vor allem die USA, das Epizentrum der ETF-Aktivitäten. Allerdings verändert sich diese Aufteilung allmählich, da die Beteiligung Asiens an den ETF-Märkten zunimmt. Betrachtet durch die zuvor eingeführte Linse verhalten sich westliche Investoren, insbesondere ETFs und makroorientiertes Kapital, tendenziell als Überzeugungskäufer, während Haushalte in Schwellenländern, vor allem in Asien, den Kern der opportunistischen Nachfrage bilden und besonders in Phasen schwacher Preise aufstocken.

Q1/2026 bot ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie sich die Investitionsnachfrage in einem ausgereiften Bullenmarkt verhält. Innerhalb von weniger als 30 Tagen stiegen die Goldpreise um mehr als 20 % und trieben die Volatilität auf über 30 %. Im Grunde löste dieser rasante Anstieg erhebliche Gewinnmitnahmen aus, wobei bis Februar mehr als 150 t liquidiert wurden, was die Abflüsse auf ein seit der Pandemie nicht mehr gesehenes Niveau trieb. Die anschließende Korrektur im März wurde jedoch nicht durch eine Verschlechterung der Fundamentaldaten getrieben, sondern durch eine Veränderung der finanziellen Rahmenbedingungen.

Ein stärkerer US-Dollar, steigende Anleiherenditen und zunehmende Unsicherheit hinsichtlich der Politik der Federal Reserve belasteten die Positionierung der Anleger. Ebenso zwangen breite Ausverkäufe an den Aktienmärkten die Anleger dazu, ihre Goldbestände zu liquidieren, um Liquidität zu beschaffen, was den Rückgang noch verstärkte. Wie in früheren Zyklen wiederholt beobachtet, macht die Liquidität von Gold es zu einem der ersten Vermögenswerte, die in Zeiten finanzieller Belastungen verkauft werden, selbst wenn die zugrunde liegenden Treiber intakt bleiben.

Im Kern wird die Nachfrage nach Goldanlagen weiterhin von einer beständigen Hierarchie von Motiven bestimmt, in deren Mittelpunkt Vermögenssicherung und finanzielle Widerstandsfähigkeit stehen. Das wird durch die von der Universität St. Gallen für philoro durchgeführte „Schweizer Edelmetall-Studie 2025“ bestätigt. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass Anleger Gold in erster Linie als langfristigen Wertspeicher betrachten, ergänzt durch seine Rolle als Absicherung gegen Inflation, Wirtschaftskrisen und geopolitische Instabilität. Zwar tragen auch Faktoren wie Portfoliodiversifizierung, Renditepotenzial und die greifbare Natur von Gold zu seiner Attraktivität bei, doch bleiben diese gegenüber seinem grundlegenden Zweck als Absicherung gegen systemische Risiken zweitrangig. Im Wesentlichen wird Gold – unabhängig von geografischer Lage oder Anlageinstrument – nicht nur erworben, um Renditen zu erzielen, sondern um die Kaufkraft in einem zunehmend unsicheren monetären Umfeld zu erhalten.

Gründe für Investitionen in Edelmetalle, 2025

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Quelle: Philoro, Incrementum AG

Nachfrage nach Barren und Münzen

Zweifellos bleibt die physische Investitionsnachfrage die stabilste Komponente des Goldmarktes. Die Nachfrage nach Barren und Münzen belief sich im vergangenen Jahr auf 1.374 t und erreichte damit den höchsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt.

Bemerkenswert ist, dass Asien erneut im Mittelpunkt dieser Entwicklung stand. Allein die Nachfrage aus China betrug 444 t und jene aus Indien 280 t, wobei beide Staaten Mehrjahreshochs markierten.

Goldbarren- und Münznachfrage, in Tonnen, 2010–2025

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Quelle: World Gold Council, Incrementum AG

Die Treiber dieser Nachfrage sind sowohl struktureller als auch konjunktureller Natur. In China haben die anhaltende Schwäche des Immobiliensektors, sinkende Renditen traditioneller Finanzanlagen und zunehmende geopolitische Spannungen die Rolle von Gold als bevorzugtes Wertanlageinstrument gestärkt. In Indien stützen kulturelle Affinität, steigende Einkommen und zunehmende finanzielle Unsicherheit weiterhin die Nachfrage, wobei eine deutliche Verlagerung von Schmuck hin zu Anlageprodukten zu beobachten ist.[1]

Über diese beiden asiatischen Länder hinaus hat sich auch der Nahe Osten zu einem zunehmend wichtigen Zentrum der physischen Nachfrage entwickelt. Das vergangene Jahr war das stärkste seit Beginn der Aufzeichnungen, wobei die Nachfrage nach Barren und Münzen 118,2 t erreichte, was die wachsende Rolle der Region sowohl als Finanzzentrum als auch als Handelsknotenpunkt widerspiegelt.

 

ETF-Nachfrage

Die Dichotomie zwischen Überzeugungskäufern und opportunistischen Käufern war vor kurzem nirgendwo deutlicher zu erkennen als auf dem ETF-Markt. 2025 markierte einen Wendepunkt für die ETF-Nachfrage. Weltweit verzeichneten physisch hinterlegte Gold-ETFs Nettozuflüsse von rund 89 Mrd. USD bzw. 800 t – die stärksten jemals verzeichneten jährlichen Zuflüsse. Diese Zuflüsse ließen die weltweiten ETF-Bestände auf 4.025 t ansteigen, wobei das verwaltete Vermögen ein neues Allzeithoch erreichte.

Erwähnenswert ist, dass nordamerikanische Fonds bei diesem Anstieg die führende Rolle spielten. Tatsächlich entfielen rund 57 % der gesamten weltweiten Zuflüsse auf nordamerikanische ETFs.

Monatliche Gold-ETF-Flows nach Region (lhs), in Tonnen, und Gold (rhs), in USD, 01/2004–03/2026

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Quelle: World Gold Council, Incrementum AG

Dennoch verändert sich die Struktur der ETF-Nachfrage allmählich. Während die USA in absoluten Zahlen weiterhin dominieren, gewinnt Asien bei den ETF-Zuflüssen und -Beständen zunehmend an Bedeutung. So verzeichneten asiatische Gold-ETFs im Jahr 2025 ein Rekordjahr und zogen Mittelzuflüsse in Höhe von 25 Mrd. USD an – ein Betrag, der die kumulierten Zuflüsse übersteigt, die in der Region zwischen 2007, als der erste asiatische Gold-ETF aufgelegt wurde, und 2024 verzeichnet wurden.

Sollte es noch Zweifel am Aufstieg Asiens gegeben haben, so wurden diese in Q1/2026 vollständig ausgeräumt. Im März, als der Iran-Krieg ausbrach, verzeichneten globale Gold-ETFs Rekord-Monatsabflüsse von rund 84,8 t, den größten Rückgang seit September 2022. Diese Trendwende wurde überwiegend von den westlichen Märkten getrieben. Allein bei den nordamerikanischen ETFs gingen die Bestände im März um 87 t zurück, was zu Nettoabflüssen von 15,7 t für das Quartal führte. In ähnlicher Weise verzeichneten europäische ETFs im März Abflüsse von 7,3 t, womit sich die Schwäche vom Februar fortsetzte und die gesamten Quartalsabflüsse auf 7,5 t stiegen.

Doch trotz dieser ausgeprägten Verkäufe im Westen blieb das globale Bild positiv. GoldETFs verzeichneten in Q1/2026 weiterhin Nettozuflüsse von 62 t, da die starke Nachfrage aus Asien die Abflüsse aus dem Westen mehr als ausglich. Erstaunlicherweise verzeichneten asiatische ETFs ihr stärkstes Quartal seit Beginn der Aufzeichnungen, angeführt von China und Indien. Chinesische Fonds machten den Großteil der regionalen Zuflüsse aus, angetrieben durch eine Kombination aus Nachfrage nach sicheren Anlagen, Schwäche an den Aktienmärkten und Währungsabwertungen.

Chinesische Gold-ETF-Bestände (lhs), in Tonnen, Gold (rhs), in CNY, 01/2015–04/2026

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Quelle: World Gold Council, LSEG, Incrementum AG

Indische Anleger erhöhten ihre Allokationen weiter, unterstützt durch sowohl strukturelle als auch zyklische Faktoren.

Indische Gold-ETF-Bestände (lhs), in Tonnen, und Flows (rhs), in Mrd. USD, 01/2023–04/2026

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Quelle: World Gold Council, Incrementum AG

Diese Divergenz spiegelt deutlich das Zusammenspiel verschiedener Anlegertypen wider. Westliche ETF-Anleger, die als Überzeugungskäufer auftraten, trieben sowohl die frühere Rallye als auch die anschließende Liquidation voran, während asiatische Anleger während der Korrektur zunehmend einsprangen, ihre Rolle als opportunistische Käufer bekräftigten und zur Stabilisierung des Marktes beitrugen.

Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal in Q1/2026 war die anhaltende Ausweitung der Liquidität am Goldmarkt. Trotz der starken Korrektur im März blieb die Handelsaktivität außergewöhnlich hoch. Die weltweiten Goldhandelsvolumina beliefen sich im Durchschnitt auf etwa 525 Mrd. USD pro Tag, womit der März in US-DollarBeträgen der drittstärkste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen war. In allen Handelssegmenten – vom außerbörslichen Handel über Börsen bis hin zu ETFs – hat die Aktivität schrittweise zugenommen.

Diese Widerstandsfähigkeit unterstreicht einen wichtigen Punkt: Der Goldmarkt wird über alle Handelsplätze hinweg zunehmend liquider. Der Anstieg der Handelsvolumina während der Korrektur ist keineswegs ein Zeichen von Schwäche, sondern spiegelt das verstärkte Engagement sowohl institutioneller als auch privater Marktteilnehmer wider.

Tägliche Goldhandelsvolumina, in Mrd. USD, 01/2025–04/2026

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Quelle: World Gold Council, Incrementum AG

Nachfrage nach Schmuck

Während die Investitionsnachfrage im Jahr 2025 stark anstieg, ging die Nachfrage nach Schmuck als direkte Folge der rekordhohen Goldpreise volumenmäßig zurück. Die weltweite Schmucknachfrage sank auf 1.543 t, was einem Rückgang von etwa 18 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders ausgeprägt war der Rückgang in China und Indien, den beiden größten Schmuckmärkten. Der chinesische Schmuckverbrauch sank auf 386,1 t, während jener Indiens auf 430,5 t zurückging, nachdem er bereits 2024 leicht (Indien) bzw. deutlich (China) gefallen war. Tatsächlich verzeichnete China die niedrigste Schmucknachfrage seit 2010, in Indien war es die zweitniedrigste Nachfrage seit Beginn der Aufzeichnungen. Nur im Pandemiejahr 2020 war die Schmucknachfrage in Indien noch schwächer.

Weltweite Nachfrage nach Goldschmuck, 2024–2025

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Quelle: World Gold Council, Incrementum AG

Goldangebot

Auf der Angebotsseite blieb der Goldmarkt im Jahr 2025 relativ stabil. Das gesamte Goldangebot belief sich auf 5.002 t, was einem moderaten Anstieg von rund 1 % im Vergleich zu 2024 entspricht, da die Minenproduktion ihren allmählichen Anstieg auf einen neuen Rekordwert fortsetzte.

Das Angebot gliederte sich wie folgt:

  • Minenproduktion: 3.672 t
  • Recyclinggold: 1.404 t
  • Netto-Absicherungsgeschäfte der Produzenten: –74 t

Globales Goldangebot nach Bezugsquellen, in Tonnen, 2010–2025

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Quelle: World Gold Council, Incrementum AG

Die verhaltene Reaktion des Recyclingmarktes auf die Rekordpreise bleibt eines der faszinierendsten Merkmale des aktuellen Zyklus. In der Vergangenheit haben steigende Preise die Besitzer zum Verkauf angeregt und damit das Sekundärangebot angekurbelt. Diesmal fiel die Reaktion jedoch verhalten aus. Es ist, als hätten Hausbesitzer in einem überhitzten Immobilienmarkt gemeinsam beschlossen, nicht zu verkaufen – und zwar nicht, weil sie es nicht könnten, sondern weil sie davon ausgehen, dass die Preise weiter steigen werden.

Mit anderen Worten: Die Erwartung weiterer Wertsteigerungen in Verbindung mit dem Fehlen akuter finanzieller Belastungen hat den Anreiz verringert, bestehende Goldbestände zu veräußern. Die Entwicklungen des letzten Quartals haben jedoch zweifellos die Stimmung der Goldbesitzer verändert.

 

Fazit

Eine Aufschlüsselung der Struktur der weltweiten Goldnachfrage offenbart die sich wandelnde Architektur des Goldmarktes. Im Jahr 2025 setzte sich die Gesamtnachfrage aus folgenden Komponenten zusammen:

  • Schmuck: 1.638 t
  • Technologie: 323 t
  • Barren und Münzen: 1.374 t
  • ETFs und ähnliche Produkte: 801 t
  • Zentralbanken: 863 t

Die Struktur des Goldmarktes durchläuft einen tiefgreifenden Wandel, der zunehmend den allgemeinen Übergang zu einer multipolaren Weltwirtschaft widerspiegelt. Tatsächlich zeigte sich die Widerstandsfähigkeit der Nachfrage aus Asien Anfang 2026 deutlich.

Kurz gesagt: Geopolitische Ereignisse beeinflussen nicht nur die Nachfrage, sondern wirken sich zunehmend auch auf den physischen Goldfluss aus, insbesondere in den Schwellenländern. Die Verschärfung der Konflikte im Nahen Osten hat die Lufttransportwege erheblich beeinträchtigt, wobei sich die Priorisierung der Fracht auf lebenswichtige und verderbliche Güter verlagert hat. Aus diesem Grund wurden Goldtransporte, insbesondere in wichtige Verbrauchermärkte, eingeschränkt.

Die Vereinigten Arabischen Emirate, ein wichtiger Umschlagplatz für Raffination und Handel, sind davon besonders stark betroffen. Da Indien etwa ein Drittel seiner Goldimporte aus den VAE bezieht, dürften logistische Engpässe die Nachfrage auf dem indischen Subkontinent belasten. Zweifellos führen diese Spannungen zu beobachtbaren Marktverzerrungen, wobei die Aufschläge in China und Indien steigen, während sie in Dubai sinken.

Offensichtlich gibt es eine geographische Spaltung auf dem globalen Goldmarkt. Interessanterweise scheint diese regionale Asymmetrie Parallelen zur Weltwirtschaft selbst aufzuweisen. Die Nachfrage hat sich nach Osten verlagert, wo Gold gehortet, gehalten und kulturell verankert ist, während die Ebene der „Finanzdienstleistungen“ im Westen dominiert, wo Kapitalströme, Hebelwirkung und Preisbildung konzentriert sind.

Zweifellos ist diese hybride Struktur der Preisdynamik deutlich geworden. Vor kurzem wurde Gold auf den chinesischen und indischen Märkten häufig mit Aufschlägen gegenüber den westlichen Referenzpreisen gehandelt.

Gold-Aufschlag/Abschlag in China und Indien, in USD, 01/2023–04/2026

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Quelle: World Gold Council, Incrementum AG

Die Struktur des globalen Goldmarktes wird viel klarer, wenn man sie durch die Brille der Überzeugungskäufer und der opportunistischen Käufer betrachtet.

Einerseits bestimmen Überzeugungskäufer, bei denen es sich in erster Linie um Zentralbanken und westliche institutionelle Anleger handelt, die Richtung des Marktes. Zentralbanken bauen ihre Goldreserven weitgehend unabhängig vom Preis auf, getrieben von langfristigen strategischen Überlegungen wie Währungshoheit und Diversifizierung der Reserven. Westliche Investoren, insbesondere über ETFs und makroorientierte Strategien, verstärken tendenziell Trends und investieren aggressiv Kapital in Phasen mit Preisdynamik. Zusammen sorgen diese Akteure für starke Richtungsbewegungen, indem sie das Angebot absorbieren und die Preise nach oben treiben.

Auf der anderen Seite bilden vorwiegend Privathaushalte in Schwellenländern, insbesondere in China, Indien und dem Nahen Osten, den Kern der opportunistischen Käufer. Ihr Verhalten unterscheidet sich deutlich: Da sie sehr preissensibel sind, neigen sie dazu, Gold während Kurskorrekturen zu akkumulieren und sich bei Kursanstiegen zurückzuziehen, verkaufen jedoch selten. Dies schafft eine stabilisierende Kraft innerhalb des Marktes, die in Abschwungphasen eine Untergrenze bildet und übermäßige Aufwärtsbewegungen dämpft.

Diese Dynamik ist deutlich sichtbar geworden. Die starke Korrektur im März, die durch Abflüsse aus westlichen ETFs und eine Verschärfung der finanziellen Rahmenbedingungen ausgelöst wurde, stieß in Asien auf eine erneute physische Nachfrage, wodurch ein noch stärkerer Rückgang verhindert wurde. Was sich andernfalls zu einem tieferen Ausverkauf hätte entwickeln können, erwies sich stattdessen als begrenzte und letztlich konstruktive Korrektur.

Doch jenseits der physischen Dynamiken bahnt sich an den globalen Anleihemärkten eine Entwicklung an, die Goldes Rolle im Finanzsystem zementieren könnte. Der japanische Markt für Staatsanleihen – jahrzehntelang einer der stabilsten Pfeiler der globalen Finanzarchitektur und der zweitgrößte der Welt – zeigt zunehmend Risse. Wenn ausgerechnet hier das Vertrauen bröckelt, hat das Folgen weit über Tokio hinaus. Die wachsende Korrelation zwischen steigenden JGB-Renditen und dem Goldpreis ist deshalb mehr als ein Marktphänomen – sie ist Ausdruck eines tieferen Wandels: Wenn die klassischen sicheren Häfen Wasser ziehen, wird Gold zum monetären Trockendock.

Wenn der zweitgrößte Markt für Staatsanleihen der Welt ins Wanken gerät, ist die Flucht in Gold nicht nur eine Neugewichtung des Portfolios, sondern ein Urteil über die Nachhaltigkeit der globalen Schuldenarchitektur.

JP 10Y (lhs), und Gold (rhs), in USD, 01/2016–04/2026

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Quelle: LSEG, Incrementum AG

Seit einigen Jahren gehen einige Analysten davon aus, dass die chinesischen Börsen die westliche Dominanz bei der Preisbildung irgendwann in Frage stellen könnten. Dennoch deuten die aktuellen Entwicklungen darauf hin, dass dieser Übergang langsamer verlaufen könnte als erwartet.

Die Bestände der Börsen in Shanghai sind rückläufig, was auf anhaltende physische Abzüge aus dem System hindeutet. Unterdessen bleiben die Bestände in westlichen Tresoren, insbesondere diejenigen, die mit der LBMA und der COMEX verbunden sind, auf hohem Niveau oder steigen weiter an.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich der moderne Goldmarkt zu einem global integrierten Investitionsökosystem entwickelt, in dem sowohl physischer Besitz als auch Finanzinstrumente zur anhaltenden Attraktivität des Metalls beitragen. Es versteht sich von selbst, dass diese sich zunehmend verwischende duale Struktur wichtige Auswirkungen auf die Zukunft dieses Marktes hat.

Da der Wohlstand in Asien zunimmt und sich der Schwerpunkt der physischen Nachfrage weiter nach Osten verlagert, steht die duale Struktur des Goldmarktes – westliche Preisbildung und östliche Akkumulation – vor einer Bewährungsprobe. Die Frage ist nicht, ob sich dieses Gleichgewicht verschieben wird, sondern wann. Und wenn man aus der Geschichte lernen kann, werden diejenigen, die das physische Metall und nicht die Papierforderungen halten, die Bedingungen dieses Übergangs bestimmen.

[1] Siehe Kapitel „Indien – Struktur, Dynamik und Zukunft des größten Goldmarktes der Welt“ in diesem In Gold We Trust-Report 

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