Gold und die monetäre Analogie zu Mackinders Heartland-Theorie
„Man and not nature initiates, but nature in large measure controls.“
Halford John Mackinder
- Die Grundlage der modernen Geopolitik zeigt sich in Mackinders Heartland-Theorie und ist der strategische Imperativ, die eurasische Landmasse zu kontrollieren.
- Der Konflikt spielt sich zwischen den großen Landmächten Eurasiens, wie Russland und China, und den Seemächten, wie den USA und früher Großbritannien, ab.
- In der monetären Entsprechung von Mackinders Theorie besteht der strategische Imperativ in der Kontrolle der Weltreservewährung und der Währungsarchitektur.
- Das US-Dollar-System entspricht der monetären Projektion der „Seemacht“, die Eurasien seit Jahrzehnten einhegt. Gold ist das uneinnehmbare monetäre Kernland – der ultimative Ausdruck von „Landmacht“ – und der Goldpreis ist ein Echtzeitindikator dafür, wer in diesem Konflikt die Überhand hat.
Es zeichnet sich ein geopolitischer Kampf ab, in dem Gold unaufhaltsam zu einer zentralen Rolle im globalen Währungssystem zurückkehrt.[1] Dieser Kampf kann durch die Linse der klassischen Geopolitik betrachtet werden – namentlich durch Sir Halford J. Mackinders bahnbrechendes Werk „The Geographical Pivot of History“, in dem er seine Heartland-Theorie entwickelte.
Das zugrundeliegende Prinzip von Mackinders Theorie hat sich bis heute gehalten. Die Verteilung grundlegender Ressourcen und strategischer Güter bestimmt die Architektur der globalen Ordnung. In diesem Kapitel wird argumentiert, dass dieses Prinzip heute für das internationale Währungssystem ebenso gilt wie einst für die geopolitische Landkarte. In unserer nachstehenden Analyse skizzieren wir Mackinders geopolitische Theorie und ihre Anwendbarkeit auf die aktuelle Situation in Bezug auf die USA, China, die NATO, die BRICS, den Nahen Osten, die Ukraine, das Südchinesische Meer usw.
Übertragen auf die monetäre Sphäre zeigen wir, wie Gold als Anker des Finanzsystems Mackinders Heartland ähnelt, während die Bedeutung des US-Dollars schwindet. Das Ergebnis ist ein globaler Kampf um die monetäre Hegemonie, der die geographische Dynamik widerspiegelt, die Mackinder vor über einem Jahrhundert erforscht hat. Die Währungsarchitektur befindet sich in der Anfangsphase eines Wandels, der größer ist als der Zusammenbruch von Bretton-Woods im Jahr 1971.
Mackinders Heartland-Theorie – die geopolitische Perspektive
Das „Great Game“ der modernen Geopolitik geht auf die Rivalität zwischen Großbritannien und Russland um die Vorherrschaft in der zentralasiatischen Region während des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zurück. Mackinders Vortrag von 1904 vor der Royal Geographical Society gilt als Gründungsmoment der Geopolitik als Forschungsdisziplin.
Mackinder vertrat die Ansicht, dass globale Macht letztlich in der Geographie verankert ist und der geopolitische Hauptgewinn für die Großmächte der Welt die Kontrolle über die eurasische Landmasse – die miteinander verbundenen Kontinente Europa und Asien – ist, die er als „Weltinsel“ bezeichnete. Die Begründung war und ist einfach: Eurasien beherbergt den Großteil der Weltbevölkerung, der wirtschaftlichen Aktivitäten und der natürlichen Ressourcen. Die Kontrolle über Eurasien und die Frage, wo und wie die Kontrolle ausgeübt werden kann, sind der Schlüssel zu Mackinders Theorie.
Nachdem er Eurasien als den geopolitischen Preis ausgemacht hatte, teilte Mackinder die Welt in drei Regionen ein:
- Das Kernland oder Pivot-Gebiet (Heartland), das er als das riesige Innere Eurasiens identifizierte. Ursprünglich bezeichnete er es als das Gebiet östlich der Wolga, südlich der Arktis, westlich des Jenissei und nördlich des Himalaya – obwohl er dieses Gebiet später erweiterte;
- Der innere bzw. marginale Halbmond (Rimland), der die küstennahen Randregionen Eurasiens umfasste – Westeuropa, die Türkei, den Nahen Osten, Indien, Ost- und Südostasien, Taiwan und Korea usw. Wir ziehen es vor, Nicholas J. Spykmans Begriff „Rimland“ für dieses Gebiet zu verwenden; und
- Der äußere oder insulare Halbmond (Offshore-Inseln), zu dem die vom eurasischen Kontinent weitgehend getrennten maritimen Nationen wie Großbritannien, Japan, Nordamerika, die USA und Australien gehören. Wir bevorzugen Spykmans Begriff „Offshore-Inseln“ für dieses Gebiet.
Das folgende Zitat stammt aus der Nationalen Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten der Reagan-Regierung, die im Jänner 1988 veröffentlicht wurde. Die folgenden Zeilen sind „Mackinder pur“:
The first historical dimension of our strategy is relatively simple, clearcut, and immensely sensible. It is the conviction that the United States’ most basic national security interests would be endangered if a hostile state or group of states were to dominate the Eurasian land mass – that area of the globe often referred to as the world’s heartland.
Fast ein Jahrzehnt später argumentierte der einflussreiche Globalist und ehemalige nationale Sicherheitsberater der USA, Zbigniew Brzezinski, in seinem berühmten Buch „The Grand Chessboard“ (dt. „Die einzige Weltmacht“) aus dem Jahr 1997:
Ever since the continents started interacting politically some 500 years ago, Eurasia has been the centre of world power … For America, the chief geopolitical prize is Eurasia – and America’s global primacy is directly dependent on how long and how effectively its preponderance on the Eurasian continent is sustained.
Ein weiteres Schlüsselelement in Mackinders Theorie war der Wettbewerb zwischen den großen Landmächten und den großen Seemächten. Aus ihrer Sicht verleihen große Landmassen strategische Tiefe, Rohstoffe und effiziente Transportmöglichkeiten. Folglich schafft die Kontrolle großer, zusammenhängender Gebiete im Landesinneren strategische Optionen, die den Seemächten fehlen und in die sie nicht eindringen können. Die Größe, die zentrale Lage und die Unverwundbarkeit gegenüber Seemächten machten das Heartland zum Schlüssel für die Kontrolle der Weltinsel – daher der „geographische Dreh- und Angelpunkt“ (engl. „geographical pivot“), so Mackinder.
Seine Theorie widersprach der Vorstellung, dass die maritime Vorherrschaft Großbritanniens, der damals größten Seemacht, ausreicht, um seine Hegemonie zu sichern. Seit Mackinders Ära haben die USA Großbritannien als führende Seemacht mit ihren 11 Flugzeugträgern und einem ausgedehnten Netz von Häfen und Militärstützpunkten in und um die Peripherie Eurasiens offensichtlich überholt. Er stellte die Theorie auf, dass eine Landmacht, die das Zentrum und die Ressourcen Eurasiens kontrolliert, mit neuen Transportwegen wie z. B. der Transsibirischen Eisenbahn und Technologien die Kolonien der Seemächte überall auf dem Kontinent zurückdrängen könnte.
Mackinder argumentierte 1919, dass der Erste Weltkrieg seine ursprüngliche Definition des Kernlandes bis zur Ostsee im Nordwesten und zum Schwarzen Meer im Südwesten erweiterte. Dadurch wurden weitere Nationen in das Kernland einbezogen, darunter Polen, wo später der Zweite Weltkrieg ausbrach, und die Ukraine. Er plädierte dafür, eine Interessenkonvergenz zwischen Russland und den seiner Meinung nach neuen Dreh- und Angelpunkten (engl. „pivots“) Osteuropas, d. h. Österreich, Ungarn, der Tschechoslowakei und Polen, zu verhindern. Er fasste dies in folgendem bekannten Diktum zusammen:
Who rules East Europe commands the Heartland;
who rules the Heartland commands the World Island;
who rules the World Island commands the world.
Gold als monetäres Heartland
In der klassischen geopolitischen Literatur klafft eine Lücke, da Geld und Finanzen nie als strategische Elemente der Geographie integriert wurden. Mackinder erkannte Ressourcen, industrielle Basen und Verkehrsnetze an, aber nicht:
- die dominierende Währung bei der Preisbildung im internationalen Handel;
- grenzüberschreitende Zahlungssysteme;
- Reservewährungen;
- neutrale Kreditsicherheiten und Pfänder;
- die Geographie der Goldproduktion und -lagerung und
- die systemischen Folgen, wenn die internationale Finanzarchitektur als (geo-)politisches Instrument genutzt wird.
Dieses Fehlen war zu Mackinders Zeiten weniger problematisch, weil Gold damals als Anker des Währungssystems fungierte und die finanzielle Globalisierung begrenzt war. Aber im heutigen Zeitalter, in dem die Finanzströme den physischen Handel um ein Vielfaches übersteigen, kann die Geopolitik nicht von der internationalen Finanzarchitektur losgelöst werden.
Mackinder betrachtete sein geopolitisches Kernland als Landmacht, die über natürliche Barrieren verfügte und die gegen die Seemacht immun war, was es zu einer einzigartigen Festung machte.
Nun stellt sich die Frage, welcher Vermögenswert das monetäre Äquivalent zum Kernland ist und als monetärer Dreh- und Angelpunkt der Geschichte fungiert hat? Wir würden argumentieren, dass es nur eine Antwort gibt, und das ist Gold – auch wenn es vorübergehend auf eine Nebenrolle beschränkt ist, seit Nixon 1971 den Goldstandard aufhob.
Warum ist Gold das monetäre Heartland?
Die Macht des Kernlandes ergab sich aus seiner zentralen Lage und der Schwierigkeit, in es einzudringen. Gold wird seit mindestens 2.500 Jahren in Form von Münzen als Geld verwendet, und es wird angenommen, dass es bereits 3.000 v. Chr. im alten Ägypten im Handel und als Wertaufbewahrungsmittel verwendet wurde. Es besitzt einzigartige Eigenschaften, um als Geld und Wertaufbewahrungsmittel zu fungieren:
- Es ist geopolitisch blockfrei und daher neutral;
- das Angebot von Gold ist geologisch begrenzt, und es kann nicht wie Fiat-Geld aus dem Nichts gedruckt oder abgewertet werden;
- sein Wert ist weltweit anerkannt;
- Gold ist der einzige finanzielle Vermögenswert ohne Gegenparteirisiko, d. h. es besteht kein Ausfallsrisiko; und
- Gold hat ein hohes Stock-to-Flow-Ratio, das für Stabilität sorgt – alles jemals geförderte Gold existiert als oberirdischer Vorrat, sodass jährliche Veränderungen in der Goldproduktion nahezu unerheblich sind.[2]
In einer monetären Analogie zu Mackinder sehen wir Gold als metaphorischen Ausdruck von Landmacht:
- Sobald Gold abgebaut ist, bleibt es in der Regel stationär und wird in Tresoren gelagert;
- die Bewegung von physischem Gold ist im Vergleich zur Gesamtmenge des in Tresoren gelagerten und an den Weltbörsen gehandelten Goldes relativ gering; und
- Gold ist der ultimative Reservewert und muss nicht bei jeder Transaktion physisch übertragen werden – Nettopositionen können in regelmäßigen Abständen zwischen Ländern oder Banken gecleart werden.
Wir sollten uns daran erinnern, dass Geld in Form von Münzen, die nicht aus Gold oder Silber bestanden – und bis vor gar nicht allzu langer Zeit auch Banknoten – lediglich als Derivate betrachtet wurden, die Gold oder Silber in Tresoren entsprechen. Auf britischen Banknoten steht immer noch: „I promise to pay the bearer on demand the sum of …“, was in der Vergangenheit so verstanden wurde, dass sie bei der Bank of England in den entsprechenden Goldbetrag umgetauscht werden konnten.
Die geopolitische Bedeutung des Rimlands
Mackinder glaubte, dass eine Landmacht wie Russland ihre Basis im Kernland nutzen könnte, um die Weltinsel zu kontrollieren, indem sie die Küsten und die Warmwasserhäfen, die den globalen Handel ermöglichten, d. h. den inneren oder marginalen Halbmond an der Peripherie Eurasiens, übernahm. Im Jahr 1919 konzentrierte sich Mackinder auf Osteuropa als Tor zu den großen westeuropäischen Küstennationen.
Wir sind der Meinung, dass Mackinders Theorie von der Integration einer anderen geopolitischen Theorie profitiert, nämlich der „Rimland-Theorie“ von Nicholas Spykman. Dieser war Professor für internationale Beziehungen an der Universität Yale und veröffentlichte 1944 das Buch „The Geography of the Peace“, das seine Theorie begründete. Spykman konzentrierte sich ebenfalls auf die Kontrolle Eurasiens als geopolitischen Hauptgewinn und übernahm Mackinders Einteilung der Welt, wobei er allerdings zwei davon umbenannte:
- „Heartland“ – wie bei Mackinder;
- „Rimland“ – entspricht Mackinders „Innerem bzw. Marginalem Halbmond“; und
- „Offshore Islands & Continents“ – entspricht Mackinders „Outer or Insular Crescent“.
Spykman stimmte mit Mackinder darin überein, dass das Kernland eine einzigartige Verteidigungsposition bietet – etwas, das zu dieser Zeit aufgrund der erfolglosen deutschen Invasion in Russland 1941 selbstverständlich war. Spykman vertrat jedoch die Ansicht, dass die Kontrolle über die maritimen Ränder Eurasiens im Westen, Süden und Osten, d. h. das Rimland, wichtiger sei als das Kernland. Dies lag daran, dass das Rimland:
- dichter besiedelt,
- stärker industrialisiert und
- ressourcenreicher war.
Die wichtigsten Regionen und Länder in Spykmans Rimland waren:
- Westeuropäische Küstenländer – von Skandinavien bis Südeuropa;
- Mittlerer Osten/Naher Osten – wie Saudi-Arabien, Türkei, Iran, Irak und Afghanistan;
- Südasien – Indien und die Anrainerstaaten des Indischen Ozeans; und
- Ostasien und Südasien – China und die Küstenstaaten entlang der Pazifikküste.
Die Länder im Rimland befinden sich in einer Art „amphibischem Gürtel“ oder „Pufferzone“ zwischen dem Kernland und den Ozeanen. Sie können sowohl von den großen Landmächten als auch von den großen Seemächten beeinflusst werden. Das Kernland hat das Potenzial, einer Landmacht als uneinnehmbare Basis zu dienen, um die Kontrolle über Rimland zu übernehmen. Aus der Sicht einer großen Seemacht wie den USA war Rimland das Gebiet, in dem die Seemacht Druck auf das landumschlossene Heartland ausüben konnte und in dem es für die Landmacht von entscheidender Bedeutung war, dass sie in Schach gehalten wurde.
Im Gegensatz zu Mackinder lautete Spykmans Diktum: „Who controls the Rimland rules Eurasia; who rules Eurasia controls the destinies of the world.“
Diese Idee, die Landmächte Eurasiens einzudämmen, ist eine langfristige Strategie Großbritanniens, der USA und der NATO. Auch wenn die meisten Menschen mit den Theorien von Mackinder und Spykman nicht vertraut sind, erklären sie einen Großteil der geopolitischen Spannungen im 20. Jahrhundert:
- Großbritanniens Eindämmung Russlands in der ersten Hälfte des Jahrhunderts;
- den Kalten Krieg von 1945–89 und
- die Osterweiterung der NATO nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989.
Dies wurde vom US Naval War College im Jahr 2023 im Zusammenhang mit der Ukraine hervorgehoben. In der Studie „Confining the Enemy–Halford Mackinder’s Theory of Containment and the Conflict in Ukraine“ heißt es:
Mackinderite analysis rests on an imperative of checking the territorial power— either alone or in alliance—occupying the heartland. The elements of Mackinderite maritime geostrategic perspective endure, and they are as follows: onshore bridgeheads, offshore (island) aerodromes and military bases, maritime denial of threatened seas, and the United States reestablished as a thalassocracy (i.e. deriving power and wealth from maritime supremacy).
Zwar hat sich ein Großteil von Mackinders Theorie im Laufe der Zeit bewährt – einschließlich des zentralen Grundsatzes der Kontrolle Eurasiens und des Gleichgewichts zwischen Land- und Seemacht -, doch haben sich einige Aspekte seit seiner Zeit weiterentwickelt.
Während Mackinder die osteuropäischen Staaten als „Dreh- und Angelpunkt“ im Kampf um die geopolitische Vorherrschaft in Eurasien bezeichnete, sind wir der Ansicht, dass sich die Dreh- und Angelpunkte im Laufe der Zeit verändern. Dies ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter:
- Wirtschaftswachstum;
- militärische Stärke;
- industrielle Entwicklung und Technologie;
- Zugang zu wichtigen Ressourcen;
- monetäre Architektur und
- geopolitische Ausrichtungen.
Unserer Meinung nach haben sich in den letzten Jahrzehnten drei Schwerpunktbereiche herauskristallisiert:
- der Nahe Osten;
- Zentralasien und der Transkaukasus; und
- das Südchinesische Meer.
Die erdölproduzierenden Länder des Nahen Ostens, insbesondere Saudi-Arabien, Iran, Irak und Kuwait, gewannen in dem Maße an Bedeutung, wie die Welt zunehmend vom Erdöl und später auch vom Erdgas abhängig wurde. In jüngerer Zeit haben mehrere Länder in Zentralasien und im Transkaukasus, darunter die Ukraine, Aserbaidschan, Turkmenistan, Usbekistan usw., an geopolitischer Bedeutung gewonnen. Dies ist zum Teil auf ihre umfangreichen Energieressourcen und/oder Pipelines zurückzuführen.
Das nächste Zitat ist ein weiteres aus Brzezinskis Buch „The Grand Chessboard“ über die zentralasiatischen Republiken oder den „eurasischen Balkan“, wie er sie beschreibt. Interessant ist, dass er auch Gold erwähnt:
They are of importance from the standpoint of security and historical ambitions to at least three of their most important and more powerful neighbours, namely Russia, Turkey and Iran, with China also signalling an increasing political interest in the region. But the Eurasian Balkans are infinitely more important as a potential economic prize; an enormous concentration of natural gas and oil reserves is located in the region, in addition to important minerals including gold.
Die Region bietet Einblicke in die von den USA unterstützten „Farbrevolutionen“ in der Ukraine (Orange, 2004), Georgien (Rose, 2003) und Kirgisistan (Tulpen, 2005) sowie in die Unterstützung des Sturzes der prorussischen Regierung in der Ukraine bei der Maidan-Revolution 2014. Die Ukraine ist eindeutig eine wichtige Brücke zwischen Westeuropa und dem Kernland – der Verlust der Ukraine schränkt Russlands Macht im Kernland ein, während der Gewinn der Ukraine diese ausweitet.
Unserer Meinung nach werden insbesondere das Südchinesische Meer und das Ostchinesische Meer zu wichtigen Dreh- und Angelpunktregionen. Das Südchinesische Meer erstreckt sich von Singapur und der Straße von Malakka an seinem südlichen Ende bis zur Straße von Taiwan im Nordosten. Es ist die am zweitstärksten befahrene Seestraße der Welt.
Das Atlas Institute for International Affairs kommentierte die Bedeutung des Südchinesischen Meeres im Juli 2025 wie folgt:
The South China Sea has become a critical pressure point for global commerce. With 24 % of global maritime trade passing through these contested waters in 2023 … The South China Sea’s strategic importance extends beyond simple transit volumes. The region handles 45 % of global crude oil shipments, 42 % of propane (and LNG), and 26 % of automotive trade.
In einem Artikel vom Oktober 2012 mit dem Titel „America’s Pacific Century“ signalisierte die damalige Außenministerin Hillary Clinton ein neues Engagement in der asiatisch-pazifischen Region.
As the war in Iraq winds down and America begins to withdraw its forces from Afghanistan, the United States stands at a pivot point… One of the most important tasks of American statecraft over the next decade will therefore be to lock in a substantially increased investment–diplomatic, economic, strategic, and otherwise– in the Asia-Pacific region.
Dies markierte den Beginn des außenpolitischen Wandels der USA, der seit der Obama-Regierung mit dem “Pivot to Asia” oder “Rebalance to Asia” eingeleitet wurde. Clinton betonte das Interesse der USA an der Freiheit der Schifffahrt im Südchinesischen Meer, an Menschenrechtsfragen in China, an der Notwendigkeit für die USA, ihre Bündnisse in der Region zu stärken, und am Wunsch nach einer friedlichen Beilegung von Territorialstreitigkeiten. Clinton argumentierte diplomatisch, dass es nicht darum gehe, den wachsenden Einfluss Chinas einzudämmen. Dennoch soll sie die chinesische Führung verärgert haben.
Der scheidende Kommandeur der US-Pazifikflotte, Admiral Patrick Walsh, wies im Jänner 2012 direkt auf die geopolitische Bedrohung durch die chinesische Dominanz im Südchinesischen Meer hin. Walsh, ein Befürworter der Mackinder-Theorie, empfahl, dass sich die USA auf diese Region konzentrieren sollten:
In the Pacific Century, sea power resumes its traditional role in the sea-lines of communication… You can identify where (South China Sea) the critical node is…It forces an assessment of whether we are prepared for where this economic juggernaut (China) is going.
Der „Pivot to Asia“ der USA war eindeutig in der klassischen Geopolitik von Mackinder verwurzelt – der sogar den Begriff „Pivot“ übernahm. Es handelte sich um die führende Seemacht, die versuchte, eine potenziell dominante eurasische Macht einzudämmen, die die Kontrolle über das Kernland und die Randgebiete ausüben könnte. In Anlehnung an die Theorien von Mackinder und Spykman sehen wir China sowohl als Landmacht als auch als Seemacht.
Die geopolitische Rivalität zeigt, dass die USA auf der einen Seite zunehmend isoliert sind, da Trump NATO-Verbündeten mit Sanktionen droht, Militäroperationen in Venezuela und im Iran eingeleitet und die Absicht bekundet hat, Grönland zu erwerben. Der Fortbestand des langjährigen Bündnisses der westlichen Nationen über die NATO ist nicht mehr sicher.
Auf der anderen Seite der geopolitischen Kluft stehen China und Russland, die die wichtigsten Nationen in zwei breiteren Bündnissen sind:
- Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ), zu der Indien, der Iran, fünf der Stans, darunter Pakistan, und Belarus gehören. Auf die SCO entfallen etwa 65 % der eurasischen Landmasse, 42 % der Weltbevölkerung und fast 25 % des globalen BIP; und
- die BRIC-Staaten, die 2009 mit Brasilien, Russland, Indien und China gegründet wurden. Seitdem sind 6 weitere Länder hinzugekommen: Südafrika, Iran, Indonesien, Ägypten, Äthiopien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Weitere 10 Länder sind als Partnerländer benannt und nehmen an den Gipfeltreffen teil. Auf die BRICS-Staaten entfallen fast 50 % der Weltbevölkerung und 25 % des globalen BIP.
Mackinder befürchtete, dass eine einzelne Macht wie Russland oder eine Allianz von Mächten wie Deutschland und Russland zu seiner Zeit Eurasien kontrollieren und damit das britische Empire und im weiteren Sinne die USA herausfordern könnten.
China und Russland sind neben Deutschland die beiden Großmächte auf der eurasischen Landmasse. Aus Mackinders Rahmen ist klar ersichtlich, dass der Aufstieg Chinas in wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht, seine engere Zusammenarbeit mit Russland und anderen eurasischen Nationen eine potenzielle existenzielle Bedrohung für die globale Hegemonie der USA darstellt. Diese Situation spiegelt sich nahezu perfekt in der Währungssphäre wider.
Das monetäre Rimland-US-Dollar-System und „Papiergold“
So wie Mackinder und andere die Kontrolle über Eurasien (die „Weltinsel“) als den Hauptgewinn im Kampf um die geopolitische Vorherrschaft identifiziert haben, gibt es auch eine monetäre Parallele. Es gibt einen sich entwickelnden Kampf um die monetäre Hegemonie, der die räumliche Dynamik widerspiegelt, die Mackinder vor über einem Jahrhundert erforschte.
Die Entsprechung im monetären Bereich ist die Kontrolle über die monetäre und finanzielle Infrastruktur, die den globalen Handel und die Reservewährungen und -anlagen untermauert. Das System des US-Dollars hat diese Position seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs inne, ist aber zunehmend bedroht.
In den Modellen von Mackinder und Spykman werden die USA als maritime Nation eingestuft, die zusammen mit dem Vereinigten Königreich, Japan, Südamerika und Australien zu den Offshore-Inseln gehört. Die Offshore-Inseln umschließen Eurasien und können ihre Macht gegen Eurasien einsetzen. Während die USA im geopolitischen Sinne eine Offshore-Insel sind, existiert ein großer Teil der US-Dollar-Liquidität außerhalb der USA in Form von so genannten Eurodollars[3] und dem Eurodollar-Markt.
Eurodollars sind US-Dollar-Verbindlichkeiten gegenüber US-Banken, die in Übersee gehalten werden, aber außerhalb der direkten Kontrolle der eurasischen Landmächte operieren. Die „Ozeane“ an US-Dollar-Liquidität wirken wie ein externes Offshore-System, das in die eurasische Wirtschaft hinein- und aus ihr herausfließt und sie gleichzeitig umschließt.
Das US-Dollarsystem ist vom Konzept her mit einer Seemacht vergleichbar, die ihre Macht weit weg von ihrer Heimatküste ausübt. Es hat eine Reihe von Formen angenommen:
- Die Ströme an US-Dollar-Liquidität, die den Welthandel stützen;
- die Kontrolle über das internationale Bankensystem und Zahlungssysteme wie SWIFT;
- US-Staatsanleihen als wichtigster „risikofreier“ Vermögenswert;
- das Recyclen von US-Defiziten in US-Finanzanlagen durch Staaten in Übersee; und
- die Federal Reserve, die über Swap-Linien in Krisenzeiten US-Dollar-Liquidität zur Verfügung stellt und damit der Kreditgeber der letzten Instanz ist.
Dadurch, dass wichtige Rohstoffe in US-Dollar gehandelt werden müssen, sind die eurasischen Mächte gezwungen, sich auf das auf dem US-Dollar basierende Währungssystem einzulassen. Der US-Dollar hat im Sinne von Mackinder als Eindämmungsinstrument gewirkt:
- Die USA beherrschen diese Finanzströme, was es ihnen ermöglicht, den Handel zu überbrücken oder zu blockieren, so wie eine Marine die Meere kontrolliert, und die wirtschaftliche Landschaft Eurasiens zu gestalten;
- sie hat den USA das „exorbitante Privileg“ verschafft, ihre Inflation in Form von Handels-/Budgetdefiziten zu exportieren und ihre Zinssätze zu senken; und
- sie hat auch die Fähigkeit der eurasischen Mächte eingeschränkt, eine autonome, autarke kontinentale Wirtschaftszone aufzubauen.
Wenn wir uns die Randgebiete als Treffpunkt von Land- und Seemacht vorstellen, gibt es neben dem externen US-Dollar-System (Eurodollar) ein weiteres monetäres Analogon. Dies sind die „Papiergold“-Märkte. Die meisten Leser der In Gold We Trust-Reports werden damit vertraut sein, und wir werden nicht näher darauf eingehen. Dennoch wird der Goldpreis seit Jahrzehnten an zwei Orten ermittelt:
- Die London Bullion Market Association (LBMA), die in London ansässig ist und mit nicht zugewiesenem und zugewiesenem Gold handelt. Es handelt sich dabei um einen Handelsverband, der von den weltweit größten Bullionbanken dominiert wird; und
- COMEX: Sie handelt mit Gold-Futures und hat ihren Sitz in New York. Die COMEX ist Teil der CME Group, dem größten Derivatemarkt der Welt.
Es ist zwar bekannt, dass nur ein winziger Teil der COMEX-Futures-Geschäfte in Form von physischen Edelmetalltransfers abgewickelt wird, doch ist die Meinung weit verbreitet, dass der Goldhandel an der LBMA durch Edelmetalltransfers abgewickelt wird. In Wirklichkeit ist auch Letzteres nur selten der Fall. Wir schätzen, dass mehr als 95 % der LBMA-Geschäfte über nicht zugewiesene Goldkonten abgewickelt werden, die nichts anderes sind als Papieransprüche auf eine nicht näher bezeichnete Menge von Goldbarren in einem Tresor – sie sind praktisch Goldderivate. Es handelt sich um ein hochgradig fremdfinanziertes Mindestreservesystem. Weniger als 5 % der Geschäfte werden über zugewiesene Goldkonten abgewickelt, bei denen das Eigentum am Metall vom Verkäufer auf den Käufer übertragen wird.
Währungskonflikt in Rimland – Gold gegen US-Dollar
Der Goldpreis in US-Dollar ist ein Echtzeit-Indikator von Mackinders geopolitischem Konflikt in der Währungssphäre. Jedes Währungssystem, vom klassischen Goldstandard bis hin zu modernen, fiat-basierten Systemen, wird letztlich am Goldpreis gemessen.
Ein steigender Goldpreis bedeutet:
- Entwertung des US-Dollars durch übermäßige Defizite und Kreditschöpfung;
- eine strukturelle Herausforderung – derzeit angeführt von den BRICS-Staaten – für das US-Dollar-System und die Aushöhlung seiner Dominanz; und
- der Zusammenbruch der Fähigkeit von Goldabrechnungssystemen auf Papier, einen steigenden Goldpreis einzudämmen, da sie von der physischen Akkumulation überfordert werden.
Aus der Sicht der BRICS und anderer Nationen wurde das US-Dollar-System durch folgende Maßnahmen zur Waffe:
- Sanktionierung internationaler Zahlungssysteme und die zunehmende Deutung, dass es sich um ein Instrument der US-Macht handelt; und
- strukturelle und steigende Haushalts- und Handelsdefizite.
Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine haben sich die USA zusammen mit der EU, dem Vereinigten Königreich und Kanada darauf geeinigt, sieben russische Banken am 1. März 2022 aus dem internationalen Zahlungssystem SWIFT auszuschließen. Diese Maßnahme wurde auf 50 russische Banken ausgeweitet und bleibt weiterhin in Kraft. Die USA und andere Länder froren außerdem die im Ausland gehaltenen Guthaben der russischen Zentralbank in Höhe von rund 300 Mrd. USD ein. Die Behandlung Russlands in Bezug auf den Zugang zu SWIFT und das Einfrieren seiner Reserven hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf den Goldmarkt.
Gold, in USD, 01/2020–04/2026

Quelle: LSEG, Incrementum AG
Wenn das Vertrauen in Fiat-Währungen schwindet, kehren die Zentralbanken zu Gold als der ultimativen und neutralen Form von Geld und Reserven zurück.
Weltweite Goldkäufe der Zentralbanken, in Tonnen, 2000–2025

Quelle: ICE Benchmark Administration, Metals Focus, Refinitiv GFMS, World Gold Council, Incrementum AG
Im Jahr 2025 hat Gold als Anteil an den weltweiten Zentralbankreserven (zu Marktpreisen) erstmals seit Mitte der 1990er-Jahre den Wert der US-Staatsanleihen-Bestände übertroffen. Mehrere BRICS-Staaten und mit den BRICS verbundene Länder haben ihre Goldreserven in den letzten Jahren erhöht. Russland und China haben dies am stärksten getan, aber auch Indien, die Türkei und die Staaten des Nahen Ostens. Diese deutliche Erhöhung der Goldreserven kann interpretiert werden als:
- eine Absicherung gegen Fiat-Währungen;
- eine Absicherung gegen Finanzsanktionen;
- eine Vorbereitung auf die Abwicklung von Warengeschäften und Sicherheiten, die nicht auf US-Dollar lauten; und
- eine Grundlage für die Glaubwürdigkeit in neuen Währungsvereinbarungen.
Im Jahr 2025 waren China und Russland die beiden größten Goldproduzenten mit einer geförderten Produktion von 380,2 t bzw. 330,0 t. Insgesamt zeichnen die BRICS-Staaten nach Angaben des World Gold Council für etwa 28 % der 3.671,6 t geförderten Goldes verantwortlich. Die US-Goldproduktion im Jahr 2025 betrug 158,0 t, was 4,3 % entspricht.
Die Fähigkeit der USA, Russland den Zugang zum SWIFT-Dollar-Zahlungssystem zu verwehren, wirkte wie eine Blockade und war ein Versuch, Russlands wirtschaftliche Aktivitäten auf das Kernland zu beschränken. Gold und der US-Dollar befinden sich in einem sich verschärfenden Konflikt, der die erste ernsthafte systemische Herausforderung für die US-Dollar-zentrierte Weltordnung seit dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems im Jahr 1971 darstellt.
Parallel zur Anhäufung von Goldreserven haben die BRICS-Staaten im Hinblick auf eine neue Währungsarchitektur zusammengearbeitet. Dies beinhaltet Verpflichtungen zu:
- grundsätzlicher Unterstützung von Alternativen zur US-Dollar-zentrierten und SWIFT-Abwicklung
- weiteren zwischenstaatlichen und zentralbankbezogenen Arbeiten an einer gemeinsamen Infrastruktur
- Entwicklung einer gemeinsamen, teilweise durch Gold gedeckten Rechnungseinheit.
Aus der Sicht des Goldes sind die interessantesten Aspekte der Diskussionen die Möglichkeit einer goldgedeckten Unit:
- zur Verwendung bei der Abwicklung des grenzüberschreitenden Handels;
- sie wäre keine „BRICS-Währung“ wie z. B. der Euro; und
- Unit wäre teilweise mit Gold unterlegt, wobei Medienberichten zufolge etwa 40 % auf Gold und 60 % auf einen Korb von BRICS-Währungen entfallen würden.
Wenn eine goldgebundene Einheit entwickelt wird, dürfte sie eher auf einem multilateralen Gold-Netting zwischen den Nationen als auf einer bilateralen Abrechnung beruhen, was die benötigte Goldmenge erheblich reduzieren würde.
Auf dem 17. BRICS-Gipfeltreffen in Rio im Juli 2025 haben die Staats- und Regierungschefs der BRICS-Staaten einen goldgebundenen Abrechnungsmechanismus im offiziellen Kommuniqué nicht förmlich gebilligt. Im Oktober 2025 wurde jedoch im Rahmen eines Pilotprojekts des Instituts für Wirtschaftsstrategie der Russischen Akademie der Wissenschaften (IRIAS) ein Prototyp mit 100 Einheiten eingeführt, von denen jede zunächst mit 1 Gramm Gold gedeckt war. Einige mit Russland verbundene Quellen haben die Schaffung eines Goldabwicklungsnetzes mit Tresoren in mehreren BRICS-Ländern, z. B. in Shanghai, vorgeschlagen. Es wird gemunkelt, dass hochrangige BRICS-Beamte das Jahr 2030 als Ziel für die Einführung dieses Systems anpeilen.
In der Zwischenzeit hat China für Anfang 2026 zwei weitere Schritte angekündigt, die das Land in direkten Konflikt mit dem US-Dollar-System bringen, obwohl sie sich indirekt auf den Goldpreis auswirken:
In der Zeitschrift der Kommunistischen Partei, Qiushi, erklärte Xi Jinping, dass der RMB den Status einer Reservewährung erlangen könnte. Anfang Februar 2026 wurde berichtet, dass chinesische Aufsichtsbehörden die Banken des Landes aufforderten, ihre Bestände an US-Staatsanleihen aufgrund des Konzentrationsrisikos und der Volatilität an den US-Schuldenmärkten zu reduzieren.
Die Erhöhung der Goldreserven und die Bemühungen der BRICS-Staaten, eine eigene Währungsarchitektur mit einer Verbindung zum Gold aufzubauen, kommen einer Stärkung der Position des Heartlands im Sinne von Mackinder gleich. Während sie ein monetäres Kernland aufbauen, profitieren sie auch davon, dass Russland über riesige Mengen an natürlichen Ressourcen verfügt und China eine Produktionsbasis und einen großen Handelsüberschuss hat.
Im Währungsbereich erleben wir, wie sich das Kernland gegen die maritime Vorherrschaft des US-Dollar-Systems und seine Hochburg im Randgebiet und darüber hinaus zur Wehr setzt. Als der Staffelstab in Bezug auf die Weltreservewährung das letzte Mal weitergereicht wurde, geschah dies auf scheinbar harmlose Weise von Großbritannien an die USA, d. h. von einem Verbündeten zum anderen. Zu Mackinders Zeiten war das kein Thema. Dies ist diesmal nicht der Fall, und in Zukunft sehen wir den Goldpreis als ultimativen Ausdruck von Mackinders Theorie im Kampf zwischen Landmacht und Seemacht im Währungsbereich – zwischen Gold und dem US-Dollar-System.
[1] Dieser Artikel wurde unter Federführung unseres Freundes Paul Mylchreest verfasst. Paul verfügt über mehr als 30 Jahre Analystenerfahrung; er begann seine Karriere im Chemiesektor und war bei S.G. Warburg, Schroders und Citibank tätig. Nach einem kurzen Abstecher in den Öl- und Gassektor arbeitete er mehrere Jahre lang als Global Macro & Cross Asset Strategist, zunächst selbständig und später beim US-Rohstoffhändler Archer Daniels Midland (ADM Inc.). Ab 2005 war er bei Crédit Agricole Chevreux für den Minensektor verantwortlich, später dann bei Redburn Partners und Hardman & Co. ebenfalls.
[2] Siehe „Stock-to-Flow Ratio als wichtigster Grund für die monetäre Bedeutung von Gold“, In Gold We Trust-Report 2013
[3] Siehe „Wie Banker Geld in ‚∑ 0 ∞ € ¥‘ verwandelten“, In Gold We Trust-Report 2021



